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  skos:definition "Schmale Wehrmaueröffnung, deren Gewändenische an der Innenseite den weitgewinkelten Einsatz von Hand-Schusswaffen erlaubt. [Koch 2009]"@de, "Ein schmaler Mauerschlitz, meist in hoher Rechteckform, mit unterer Ausweitung (Loch oder dergl.). Die S.n kommen bei Wehrgängen, an Stadtmauern, Stadttoren, Bergfrieden, Kirchenburgen u. dergl. vor. Manchmal sind sie auch durch Bossen gerahmt und mit geschwungenen Konturen ausgebildet. [Koepf /Binding 2016]"@de, "STŘÍLNA, úzký otvor v hradbě, jehož nika se šikmým ostěním na vnitřní straně umožňuje použití ručních střelných zbraní v širokém úhlu. [Koch 2008]"@cs, "Die Schießscharte unterscheidet sich von Lichtschlitzen darin, dass sie eine speziell für den Gebrauch von Schusswaffen konzipierte Öffnung ist. Die Sch. musste vor allem innen so konzipiert sein, dass der Schütze zum einen mit seiner Waffe sinnvoll und bequem operieren, zum anderen Vorfeld und Mauern effizient bestreichen konnte. Dies trifft auf den Großteil unserer vermeintlichen Sch.n nicht zu. Viele Sch.n waren tatsächlich derart eingeschränkt funktionsfähig, dass man auch der Sch. analog zur Zinne einen sehr hohen Symbolwert zugestehen muss. Sch.n waren schon in der Antike bekannt und erscheinen auch früh an arabisch-orientalen Wehrbauten. Nach Europa wurden sie durch die Kreuzzüge neu vermittelt. Die frühesten gesichert nachweisbaren Sch.n finden sich ab 1170/1180 an Burgen in Nordwestfrankreich (Gisors F) und Südengland (Dover GB) sowie an einigen französischen Kreuzritterburgen in Syrien und Israel (Krak des Chevaliers SYR, Belvoir IL). Erst ab 1220 erreichen die ersten Bogen- und Armbrustscharten den deutschsprachigen Raum. Sie sind gekennzeichnet durch sehr enge und bis zu 3 m lange Schlitzöffnungen (Schlitzscharten), die zur besseren Bestreichung der Mauerfüße unten oft stark abgesenkt sind (Senkscharte) und bisweilen fischschwanzartig enden. Bisweilen erscheint im oberen Bereich ein kurzer Querschlitz (»Kreuzschlitzscharte«), der bessere Sicht ermöglichte, aber auch die Armbrust sinnvoller einsetzen ließ. Die extreme Länge der Schlitze und Höhe der Schießkammern lassen auf die Verwendung von Langbögen schließen. Bis Anfang des 15. Jhs. werden diese Schlitze immer breiter (10–15 cm) und kürzer (0,6–1,2 m), verbunden mit der Reduzierung der Schießkammern zu Schießnischen. Um 1430 tauchen dann die ersten Geschütz- oder Artilleriescharten auf, die sich durch stark abgesenkte Füße auszeichnen, mitunter aber auch schon zu Schlüsselscharten – eine Sch. in der Form eines Kopf stehenden Schlüsselloches – ausgebildet sind. Wichtiges Erkennungsmerkmal der Artilleriescharten sind seitliche Löcher für das Prellholz, ein quer liegendes Holz, in das man die Hakenbüchse einhängte. Ab 1480 werden Schlüsselscharte und Maulscharte – eine länglich ovale oder rechteckige Schussöffnung – zu den gängigen Artillerieschartenformen. Zugleich nimmt die Formenvielfalt der Sch.n ab etwa 1480 extrem zu und führt zu zahlreichen, durchaus auch dekorativen Sonderformen. Manche Maulscharten werden dabei als groteske Gesichtsmasken oder sogar Attrappen gestaltet. Eine interessante Variante sind die so genannten Spindelscharten, deren Vorkommen sich auf die Jahrzehnte um 1500 beschränkt; hier wurde die Hakenbüchse durch einen Schlitz in eine drehbare hölzerne oder steinerne Spindel geschoben. Alternativ gab es auch drehbare hölzerne oder steinerne drehbare Kugeln mit Schlitzen. Während sich im Festungsbau die Maulscharten zu monströsen Gebilden entwickelten, verkümmerte die Artilleriescharte an den Schlössern und Herrensitzen des 16. und 17. Jhs. zu repräsentativen Kleinformen, die nur noch das Befestigungsrecht des Schlossherrn illustrierten. J. Z. [Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen]"@de ;
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