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  skos:definition "Ort, an dem Turniere ausgetragen wurden. Nach Einführung der Stoßlanze finden sich erste Hinweise auf T.e im späten 11. Jh. in Flandern. Ausgehend von Frankreich, waren im Laufe des 12. Jh.s T.e dann allgemein verbreitet (1130 erstes    päpstliches T.-Verbot). Dabei waren T.e zunächst nach festen Regeln veranstaltete      Massenkämpfe, bei denen zwei gewappnete (mhd. turnei) oder unbewaffnete (mhd. buhurt), geschlossene Reiterverbände mit Wucht gegeneinander prallten. Häufig kam es dabei zu tödlichen Unfällen. Diese frühe Form der T.e diente somit auch zur Übung der gängigen     militärischen Kampfweise in geschlossenen Reiterformationen. Erst im Laufe des 13. Jh.s wurde zusätzlich und offenbar unter Einfluss höfischer Dichtung der Einzelkampf zweier  Berittener gegeneinander üblich (mhd. tjost). Diese Einzelrennen mit stumpfen Lanzen    ersetzten allmählich die Massen-T.e alter Art und haben unser heutiges, landläufiges Bild vom T. geprägt. Zugleich wurden derartige Ritterspiele zunehmend in das Zeremoniell   höfischer Veranstaltungen einbezogen. Für den Adel waren sie somit Gelegenheit zur Kommunikation und Ort des gesellschaftlichen Lebens. Im Spätmittelalter ab dem 14. Jh. kam es zur Bildung von eigenen Ritter- und T.-Gesellschaften. Die T.-Praxis wurde bis ins 16. Jh. ausgeübt, wobei sie zuletzt nur noch eine Funktion als sportlich-zeremonielle Darstellung von Lebensform und Standesbewusstsein des Adels hatte. T.e dienten somit zunehmend als Abgrenzungsmerkmal der Adelskaste, zu denen nur Zugang hatte, wer von entsprechender Herkunft war und zudem sich kostspielige T.-Rüstungen und -pferde leisten konnte. Von Anfang an benötigten gerade die frühen Massen-T.e, die häufig im Rahmen gro-ßer Hoffeste der Reichsfürsten und Landesherren stattfanden und an denen durchaus mehrere hundert Kämpfer gleichzeitig gegeneinander ritten, einen erheblichen Raumbe-darf. War  dieser zunächst unbeschränkt, steckte man seit dem 13. Jh. einen eigenen T.-Platz ab und  errichtete Schranken sowie gegebenenfalls Zuschauergerüste. Zudem gehörte zu einem   solchen größeren Ereignis auch eine entsprechende Logistik für die Verpflegung und     Unterbringung der Teilnehmer und Zuschauer. Dies alles konnte eine zumeist eher kleine Burganlage gar nicht leisten. Es mangelte sowohl an Platz für den eigentlichen         Austragungsort als auch an logistischen Einrichtungen für die zahlreichen Teilnehmer und Gäste. So wundert es nicht, dass bereits die ersten nach-weisbaren T.e bei Städten abgehalten wurden (Würzburg BY 1127, auch wenn dies noch kein T. im späteren Sinne war). Beim  großen Hoftag in Mainz 1184 wurden die Teil-nehmer in einem eigens eingerichteten    Zeltlager am Rhein untergebracht, ein T. sollte nahe der Pfalz in Ingelheim RP stattfinden. Im gleichen Jahr fand ein großes T. in Worms RP statt. Entgegen einer weitverbreiteten       Irrmeinung fanden T.e also keinesfalls im engen Burghof oder im Bereich der Vorburg statt. Allenfalls in der Nähe einer Burg, also im Außenbereich, konnte im Bedarfsfall ein T.-Platz für kurze Zeit einge-richtet werden (1147 vor der Burg des Grafen Heinrich von         Wolfratshausen BY; 1454 auf dem Brühl unterhalb der Burg Hohenzollern BW). In der Regel suchte man aufgrund der notwendigen Logistik die Nähe von Pfalzen oder Städten. Somit  waren nicht Burgen, sondern Städte der vorrangige Ort, an dem T.e ausgetragen wurden. Wenn sie nicht auf einem geräumigen Platz innerhalb der Stadtmauer abgehalten wurden (1495 am Obermarkt in Worms RP), fanden sie außerhalb statt (1192 bei Reims F, 1241 bei Neuß NW). So veranstaltete Markgraf Heinrich III. von Meißen 1263 ein T. in Nordhausen S außerhalb der Stadt. Wie das von den Bürgern von Magdeburg SA 1280 veranstaltete Pfingst-T. zeigt, griffen später auch größere Städte die adeligen T.-Gewohnheiten auf. Der Glaube, in oder bei jeder »Ritterburg« hätte es einen festen T.-Platz gegeben, entspringt dem 19. Jh. und seiner das Ritterleben verklärenden Sichtweise. So entspricht der im Parkbereich von Schloss Stolzenfels RP Mitte des 19. Jh.s eingerichtete T.-Platz den Klischeevorstellungen dieser Zeit über das Mittelalter, hat aber keinen realen Hinter-grund. R. F. . [Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen]"@de ;
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  skos:prefLabel "Bamberger Vokabular für Historische Architektur"@de ;
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  skos:prefLabel "Quellennachweis Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen"@de ;
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