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bvha:c_64db0ace
  skos:definition "Mit dem Bau von Türmen als zeitweilige oder ständige adlige Wohnsitze (Wohnturm) ist nicht vor dem ausgehenden 10. Jh. zu rechnen, weshalb man erst seit dieser Zeit von T.en sprechen kann. Viele der mehrgeschossigen Gebäude waren zunächst aus Holz gebaut (Sugny B, Holtrop bei Bergheim NW, Elmendorf NI), aber schon im Laufe des 11. Jhs. wurden Wohntürme zunehmend aus Steinen errichtet, mit mächtigen, bis zu 3 m starken Mauern (Arnsburg HE, Schlössel bei Klingenmünster RP, Hardtburg NW). Während einige dieser frühen T.en zu ebener Erde angelegt wurden (Lürken NW, Dreieichenhain HE, Rickenbach CH), um später z. T. durch seitliche Erdanschüttungen »eingemottet« zu werden (Motte), wurden vor allem hölzerne Wohntürme auf den im 11./12. Jh. häufiger bezeugten Motten selbst errichtet (Hoverberg NW, Elmendorf NI). Allerdings gehören nicht alle Motten generell zu den T.en, wie Beispiele aus Frankreich zeigen (Grimbosq, Châtelard). Zu den salierzeitlichen T.en Mitteleuropas – darunter zahlreiche Motten, aber auch andere Burgentypen – gehörten hölzerne oder steinerne, quadratische, rechteckige oder runde Wohntürme, die oft das einzige repräsentative Gebäude der Burg darstellten. Solche von einem wuchtigen Wohnturm dominierte T.en wurden vielfach noch bis zum Ende des 12. Jhs. gebaut (Abenberg BY, Haag BY, Burgdorf CH, Thun CH). Zeitgleiche Burgen mit stattlichen Bergfrieden gehören dagegen nicht zu den T.en. Die T.en des 11./12. Jhs. in Frankreich, dort mehrheitlich Donjon (Wohnturm) oder »Tour maîtresse« genannt (Beaugency, Loches), bzw. in England (London, York) oder Irland (Trim) – hier als »keep« bezeichnet – sind architektonisch wesentlich aufwändiger gestaltet. Im Spätmittelalter (14./15. Jh.) erfuhr in Deutschland der Bau eindrucksvoller Wohntürme, die ganz wesentlich die Burg prägten, eine neue Blüte, so dass manche dieser Anlagen eindeutig als T.en anzusprechen sind, wobei es sowohl Bauten des Niederadels (Adelebsen NI, Schelenburg NI, Hattenheim HE, Nordenbeck HE) als auch solche der hochadligen Landesherren gab (Celle NI, Eltville HE, Wernerseck RP). H. W. B. [Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen]"@de, "Bewohnter Wehrturm (Donjon) oder kleine Burganlage mit Ringmauer, oft ohne Nebengebäude und Bering. [Koepf / Binding 2016]"@de ;
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