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  skos:definition "Zusammenfassende Bezeichnung für die zum Schmuck von Bauwerken dienenden Erzeugnisse der Keramik, wie Wand- und Fußbodenfliesen, Ornamentplatten, Reliefs und Formsteine. Bereits im 14. Jh. v. Chr. wurden in Ägypten farbig glasierte Wandfliesen verwendet. Auf hoher Stufe stand die B. in den Ländern am Euphrat, wo Babylonier und Assyrer an ihren Monumentalbauten große farbige Figurenfriese aus glasierten anbrachten. Auch die Perser haben solche Fliesen geschaffen. Bei den Griechen waren an den frühen, urspr. hölzernen Tempeln v.a. die Trauf- und Giebelkanten des Dachs mit bemalten Terrakotten verkleidet, die im 4. Jh. zu plast. Gebilden entwickelt wurden (Akroterion). Die Etrusker bekleideten das ganze hölzerne Tempelgebälk mit verzierten Terrakotten (Antefixa) und aus Ton bestanden auch First- und Stirnziegel und der statuar. Schmuck ihrer Tempel. Die hochentwickelte B. der Etrusker wurde von den Römern nur teilweise übernommen, doch sind bes. aus der frühen Kaiserzeit zahlr. Terrakottaplatten und -reliefs erhalten. Eine große Rolle spielte die B. in der islam. Baukunst: Bunt glasierte, farbenprächtige Fayencefliesen (Fayence) bekleiden die Innen- und Außenwände der Moscheen und Grabbauten des Orients, von Persien über Vorderasien und Nordafrika bis nach Spanien, von wo die islam. B. auch auf andere europ. Länder wirkte (Azulejos). Im MA war der oberital. und norddt. Backsteinbau das bedeutendste Gebiet der B., die seit dem 13. Jh. Formsteine und glasierte Backsteine als Schmuck verwendete. Figürl. B. gab es v.a. in Florenz zur Zeit der Renaissance, wo die Familie der Robbia eine Manufaktur für keram. Bauschmuck unterhielt. Im Barock ist B. selten, sie wurde erst wieder zu Beginn des 20. Jhs. von einigen Architekten zum Schmuck ihrer Bauten verwendet. [Koepf / Binding 2016]"@de ;
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