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  skos:altLabel "Niederburg"@de ;
  skos:definition "Burg in der Ebene, meist Wasserburg. [Koepf/Binding 2016]"@de, "Im Gegensatz zu Höhenburgen in flachem Gelände errichtet; N.en sind nicht nur auf reliefarmes Tiefland (Norddeutschland, Münsterland, Niederrhein) beschränkt, sondern sie waren auch in den Talauen gebirgiger Gegenden oder in anderen flachen Landschaften (Wetterau, Oberrheingraben, Allgäu) weitverbreitet. Als Bauplatz für Burgen im Flachland dienten oft die Niederterrassen bzw. andere hochwasserfreie Geländekuppen in natürlich geschützter Insel- oder Spornlage, die von versumpftem Gelände oder von Wasserläufen bzw. Seen umgeben waren. Die meisten frühmittelalterlichen Ringwälle des 8.–10. Jh.s in Nord- und Ostdeutschland, darunter auch viele slawische Burgen (Behren-Lübchin MV, Tornow BR), waren Niederungsburgen (Stellerburg SH, Hünenburg bei Stöttinghausen NI, Lünigsburg NI, Bernshausen NI, Oldenburg bei Laer NW, Hünenburg bei Wessendorf NW). Mit der Ausbildung früher Adelsburgen im 10.–12. Jh. entstanden im Flachland – oft nahe, bei oder direkt über älteren Herrenhöfen – kleine Holz-Erde-Burgen, unter denen die aufgeschütteten Motten (mit z. T. flachen Vorburgen) die markantesten und häufigsten sind (Elmendorf NI, Loccum NI, Husterknupp NW, Haus Mark NW, Röderburg bei Ebsdorf HE, Weilerhügel bei Hähnlein HE). Auch wenn Motten – oft bis ins 13./14. Jh. gebaut – normalerweise als typische N.en gelten, gibt es solche hoch aufragenden Erdhügel (mit und ohne Bebauung) ebenso im hügeligen Mittelgebirge als Höhenburgen. Sehr viele N.en waren künstlich mit einem oder mehreren Wassergräben umgeben und können somit als Wasserburgen angesprochen werden, die generell zu den klassischen N.en zählen. Gerade in Westfalen und am Niederrhein lebte dieser Burgentyp als großbäuerlicher Gräftenhof weiter. Seit dem 12. Jh. wurden in der Niederung auch zahlreiche, meist wasserumgebene Steinburgen errichtet (Büdingen HE, Staden HE, Linn bei Krefeld NW, Rheda NW), deren Außenmauern oft unmittelbar aus dem Wasser ragen (Vischering NW). Ein Großteil der spätmittelalterlichen N.en wurde zweifellos von Niederadeligen angelegt (Hülshoff NW, Nordenbeck HE, Eschelbronn BW), doch finden sich unter ihnen auch im 14. Jh. noch viele landesherrliche Bauten (Lahnstein RP, Martinsburg in Mainz RP, Fürstenau HE, Lauf BY). H. W. B. [Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen]"@de ;
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