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  skos:definition "Eine herausragend hoch und stark ausgeführte Mauer an einer besonders gefährdeten Seite. Meist kommt sie bei Sporn- oder Hangburgen mit einer deutlichen Überhöhung zur Feindseite hin vor. Nach anfänglichen feindseitigen Verstärkungen der Ringmauer im frühen Burgenbau hat sich die Sch. im Laufe der 2. Hälfte des 12. Jhs. und vor allem im 13. Jh. – vielleicht auch als eine Reaktion auf die aufkommenden Bliden – als eigenständiges Bauwerk herausgebildet, das meist die hinter ihr liegenden Gebäude der Kernburg abdeckte. Ihre Blütezeit war die 2. Hälfte des 13. und das 14. Jh., als vorwiegend in Südwestdeutschland, der Pfalz und im Mittelrheingebiet zahlreiche Burgen mit Sch.n (Schildmauerburgen) entstanden. Während die Mauerstärke zwischen 2–4 m, vereinzelt bei bis zu 5 m lag, schwanken die Längen der Sch.n beträchtlich, entsprechend der Länge des zu schützenden Bereiches. Auch ihre Höhe ist uneinheitlich, häufig werden über 20 m, bisweilen rund 30 m Höhe erreicht. Sie kann dabei als geradliniger Querriegel die Angriffsseite absichern, mehrfach gewinkelt (Sterrenberg RP) oder spitzwinklig (Burgschwalbach; Trutzeltz RP) sein. Schwierig ist in Grenzfällen (Schönburg/Oberwesel RP) die terminologische Abgrenzung zur Mantelmauer. Oft wurde die Sch. mit einem Bergfried kombiniert, wobei dieser mittig (Frontturmburg; Gräfenstein RP, Wildburg BY) oder flankierend an der Seite platziert sein konnte. Besonders eindrucksvoll sind von zwei Türmen eingefasste Sch.n (Ehrenfels HE, Reichenberg RP), als reduzierte Ausführung konnten an den Mauerenden Tourellen aufgesetzt sein (Greifenstein HE). Gelegentlich konnte eine Sch. die Funktionen des Bergfrieds – auch dessen repräsentative und symbolische Wirkung – übernehmen. Meist war die Kernburg, manchmal nur die Vorburg (Sterrenberg RP) durch eine Sch. gesichert, in wenigen Fällen waren auch zwei (unterschiedlich alte) S.n hintereinander gestaffelt (Sterrenberg RP). Ein wesentlicher Schutzfaktor war die enorme, gelegentlich durch Stütz- oder Strebepfeiler verstärkte Mauermasse der Sch. Meist verzichtete man darauf, ihre Stabilität durch Aushöhlungen zu schwächen. Nur gelegentlich finden sich innen in die Sch. eingelassene Schießkammern für Bogen- oder Armbrustschützen (Sterrenberg RP), jedoch blieben mehrgeschossige Wehrgänge (Reichenberg RP, Ortenberg/Elsass F) die Ausnahmen. Üblich war hingegen ein Wehrgang auf der Mauerkrone. Zum Teil konnte dieser zusätzlich auch eine nach innen gerichtete Brustwehr aufweisen (Ehrenfels HE). Im 15. und 16. Jh. Erreichte die Sch. schließlich mit Verbesserung der Pulverwaffen eine bollwerkartige Gestalt und wurde bisweilen als mächtiger Geschützstand ausgebaut. Solche Geschütz-Sch.n finden sich in besonders eindrucksvollen Beispielen in der Pfalz (Madenburg RP, Neuscharfeneck RP). Gelegentlich waren sie auch mit großen Rondellen kombiniert. R. F. . [Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen]"@de, "Zeď pod čelním obloukem. [Koch 2008]"@cs, "Stirnmauer; 1. Mauer unter dem Schildbogen; 2. verstärkte Mauer einer Burg. Vorgeschildet ist eine Mauer, hinter der sich kein umbauter Raum befindet, vgl. London, St. Paul\\'s. [Koch 2009]"@de, "1. Mauer unter einem Schildbogen (Gewölbe). 2. Hohe Schutzmauer einer Burg, die an der Stelle angeordnet ist, an der das Gelände höher ansteigt. [Koepf /Binding 2016]"@de ;
  skos:prefLabel "čelní zeď"@cs, "mur bouclier"@fr, "muro frontale"@it, "Schildmauer"@de ;
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  skos:prefLabel "Quellennachweis Koch 2008"@de ;
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  skos:prefLabel "Bamberger Vokabular für Historische Architektur"@de ;
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